Finanzkrise 2008
Finanzkrisen und Bankenkrisen
Zur Finanzkrise 2008: In einem kürzlich erschienenen Leserbrief machte ein Leser den Vorschlag, daß ein Hochschuldozent Erhellendes über die Finanzkrise beitragen möge.
Es gibt sehr viel Literatur über die tieferliegenden Ursachen solcher Krisen.
Wesentliche Einsichten über weitverbreitete Irrtümer über den Kapitalismus können wir in AYN RAND. CAPITALISM: THE UNKNOWN IDEAL, in einer klaren, überzeugenden Sprache lesen.
Nathaniel Brandon schreibt darin in seinem Beitrag über Common Fallacies about Capitalism auf S.81 folgendes: (Übersetzung aus dem Englischen von der Autorin):
„…Eine landesweite Depression, wie sie in den USA der dreißiger Jahre passierte, hätte in einer freien Marktwirtschaft nicht geschehen können. Sie wurde deshalb möglich gemacht, weil die Regierung in die Wirtschaft eingegriffen, genauer, weil sie den Geldkreislauf manipuliert hat. Die Regierungspolitik bestand im Wesentlichen darin, die Regularien auszuschalten, die einem freien Bankensystem innewohnen und die uferlose Spekulationen und einen ökonomischen Kollaps verhindern.
Alle Regierungseinmischungen basieren auf dem Glauben, daß ökonomische Gesetze nicht wirkten, daß die Prinzipien von Ursache und Wirkung ausgeschaltet werden könnten, daß alles, was existiere, flexibel und dehnbar sei, nur nicht das, was den Bürokraten in den Sinn käme. Diese wähnen sich omnipotent.
Aus diesen Überzeugungen heraus kam es zur Gründung der Federal Reserve Bank im Jahre 1913, einer Institution, die über komplexe und oft indirekte Mittel eine landesweite Kontrolle über Privatbanken erlangte.
Die Federal Reserve Bank „befreite“ die Privatbanken von den Begrenzungen, die ihnen durch ihre eigenen Geldreserven gesetzt waren, sie „befreite“ sie von den Gesetzen des Marktes und erlaubte den Regierungsoffiziellen sich das Recht anzumaßen, darüber zu entscheiden, wie viele Kredite sie in welchem Zeitraum vergäben. Eine „Billiggeld“ Politik war die führende Idee und das Ziel dieser Regierungsmitglieder. Banken waren nicht länger gezwungen, Darlehen entsprechend ihrer Goldreserven zu vergeben. Zinsen brauchten nicht mehr erhöht zu werden, um Spekulationskäufen entgegenzusteuern. Kredite waren bereitwillig zu vergeben, solange bis die Federal Reserve Bank nichts Gegenteiliges verlauten ließ.
Die Regierung argumentierte, daß, wenn sie die Kontrolle des Geldes und der Kredite aus den „egoistischen“ Händen der privaten Banken nähme…könne sie die Investitionen kontrollieren und die Wirtschaft in einem immerwährenden Aufschwung halten.
…Die ganzen zwanziger Jahre hindurch zwang die Regierung die Banken, Zinsen künstlich und unökonomisch niedrig zu halten. Mit der Konsequenz, daß Geld in jede noch so spekulative Unternehmung floss.
1928 waren die Warnsignale nicht mehr zu übersehen. Investitionen die ungerechtfertigt waren, griffen um sich, Aktien waren total überbewertet. Die Regierung ignorierte all dies.
Ein freies Bankensystem wäre aus ökonomischen Gründen gezwungen gewesen, die Bremse zu ziehen, um diesen galoppierenden Prozess zu stoppen. Kredite und Investitionen würden in einem solchen Falle zurückgezogen werden. Banken, die unprofitable Investitionen getätigt hatten und Unternehmen, die unproduktiv waren, würden leiden – das wäre aber auch alles. Das Land als Ganzes würde nicht mit heruntergezogen werden.“
Das Land wurde heruntergezogen, wie wir heute wissen und mehr noch, es gab die berühmte Weltwirtschaftskrise.
Für diese schlimmen Ereignisse wurde jahrzehntelang der böse Kapitalismus verantwortlich gemacht und die heutige Krise, läuft nach dem gleichen Muster ab und manchmal kann man sogar einen Fünkchen Wahrheit darüber in der Presse erhaschen, so z. B. in folgendem Satz in der SUPER illu 41/08, S. 46
„Zuvor hatte die US-Notenbank jahrelang billiges Geld zur Verfügung gestellt und so indirekt dafür gesorgt, daß sich auch Menschen den Traum vom Eigenheim verwirklichten, die sich gar kein Haus hätten leisten können.“
Wer bezahlt die Rechnung, wir wissen es, der Steuerzahler, indem er letztendlich über Steuererhöhungen und weiterer Geldvermehrung, sowie unverantwortlicher Schuldenpolitik immer mehr enteignet wird.
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Weitere erhellende Literatur:
Ayn Rand, Wer ist John Galt?
Roland Baader, Das Kapital am Pranger
Zeitschrift: Eigentümlich frei
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Ilona Rossa
Der Beitrag erschien zuerst im Oktober 2008 als Leserbrief in der Volksstimme Magdeburg
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